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23 | 02 | 2012
Einlagerungs-Schnittstelle (Einlagerungs- und Aussonderungsbenachrichtigung)

Einleitung

Die X3-Standard dient der elektronischen Abwicklung von Versorgungsprozessen. Er hat sich hierbei als effizientes Medium für die Kommunikation zwischen Kostenträgern und Leistungserbringern etabliert. Im Verlaufe des Einsatzes des X3-Standards im Praxisbetrieb wird der X3-Standard um ergänzende Funktionalitäten erweitert.

Eine der ergänzenden Funktionalitäten ist die Einlagerungs- und Aussonderungsbenachrichtigung.

Das vorliegende Dokument beschreibt die Erweiterung des X3-Standards um die Einlagerungs- und Aussonderungsbenachrichtigung. Diese dient dazu, den Leistungserbringern umfassende Informationen über eine in Hilfsmittel-Poolverwaltungen vorgenommene Einlagerung/Aussonderung in ihren Branchensoftwarelösungen zur Verfügung zu stellen. Über diesen Rückkanal von der Poolverwaltung zur Branchenlösung erhalten Leistungserbringer Informationen aus Hilfsmittel-Poolverwaltungen zu den darin eingelagerten Hilfsmitteln und können diese über eine Einlagerungsschnittstelle zu importieren.

einlagerungsschnittstelle_klein

Neue Möglichkeiten

Die Erweiterung des X3-Standards um die Einlagerung- und Aussonderungsbenachrichtigung ermöglicht es den Leistungserbringern, eine doppelte Erfassung von Hilfsmitteldaten zu vermeiden. Durch die gesammelte Bereitstellung aller in der Poolverwaltung zu einem Hilfsmittel erfassten Daten in einer einzigen Einlagerungs-/Aussonderungsbenachrichtigung kann der Datenaustausch bezüglich Hilfsmittel-Informationen automatisiert werden.

Des weiteren wird der Leistungserbringer durch die Übertragung von Einlagerungsdaten in seine Branchenlösung in die Lage versetzt, ohne zusätzliche Dateneingabe ein Hilfsmittel für einen Wiedereinsatz zu verwenden, da diese Daten bereits im Rahmen der Einlagerung in die Poolverwaltung erfasst worden sind.

Prozessübersicht

Aus Prozeßsicht ist die Einlagerungs-/Aussonderungsbenachrichtigung im Prozess "Rückholung" angesiedelt. Diese Benachrichtigung schließt den Rückhol-Prozess ab und setzt eine Rückholbestätigung voraus, welche ebenfalls

durch den X3-Standard definiert ist. Die Einlagerungs-/Aussonderungsbenachrichtigung stellt somit den Abschluss einer Einlagerung oder Aussonderung dar, da alle damit zusammenhängenden vorgelagerten Prozessschritte bei der Generierung der Benachrichtigung erfolgreich durchlaufen sein müssen. Der Informationsfluss einer Einlagerungs-/Aussonderungsbenachrichtigung läuft von der Poolverwaltung in Richtung des Leistungserbringers bzw. seiner Branchenlösung. Die bereitgestellten Daten können von den Branchenlösungen über die sogenannte "Einlagerungsschnittstelle" abgeholt und dem Leistungserbringer zur Verfügung gestellt werden. Dies ist jedoch optional und keine zwingende Notwendigkeit für den erfolgreichen Abschluss des Rückholungsprozesses.

Technischer Überblick

Die Einlagerungs-/Aussonderungsbenachrichtigung ist eine Erweiterung des X3-Standards. Dies stellt sicher, dass die bestehenden Protokolle und der definierte Datenaustausch im Rahmen von Versorgungsprozessen unberührt bleiben. Es ergibt sich keinerlei Änderung an der Transferinfrastruktur.

Analog zur bestehenden Abholung von X3-Datensätzen (XML) für Versorgungsprozesse über die X3-SOAP-Schnittstelle können ebenso spezielle X3-Datensätze (XML) für die Einlagerungs-/Aussonderungsbenachrichtigung bezogen werden. Die Entscheidung bezüglich einer Unterstützung der Einlagerungs-/Aussonderungsbenachrichtigung mit einer Schnittstelle in deren Branchenlösung liegt bei den jeweiligen X3-Softwareanbietern.